Präsentation der CD "Musik aus Stuttgart - Magisterarbeit über die Oper "Ekkehard - Konzerthinweis

Präsentation der CD "Musik aus Stuttgart"
Kammermusik und Lieder von Ludwig Schuncke und Johann Joseph Abert
Vorstellung einer neuen CD, ARS Produktion 2007, Nr. 38 465
In einem Konzert der J.J. Abert-Gesellschaft wurde am 17.3.2007 in Stuttgart die Neuerscheinung mit Werken von Johann Joseph Abert und Ludwig Schuncke durch den Musikwissenschaftler und Pianisten Dr. Joachim Draheim vorgestellt. Als Einführung zur Musik des 19. Jahrhunderts erklangen zunächst vom jungen Carl Maria von Weber zwei Lieder aus seiner Stuttgarter Zeit, vorgetragen von Martin Nagy (Tenor), am Flügel begleitet vom Moderator, der ergänzend die problematische Situation des jungen Komponisten/ Sekretärs am Hofe in Ludwigsburg beleuchtete.
 
Einen Einstieg zu L. Schuncke präsentierte uns der junge Geiger Max Reimer mit Variationen über "Ah, vous dirai-je, maman", am Klavier wiederum begleitet von J. Draheim und garniert mit seinen ergänzenden Informationen über Herkunft von Melodie und ursprünglichem Text. Dann stellten die Künstler Roswitha Sicca (Mezzosopran) und M. Nagy, am Flügel ebenfalls J. Draheim, vier Lieder Schunckes vor, Lieder aus seiner Stuttgarter Zeit, komponiert nach Texten von Schiller und Goethe, Zeugnisse erstaunlicher musikalischer Frühreife. Die Lieder des bereits mit 24 Jahren verstorbenen Komponisten, des engsten Jugendfreundes von Robert Schumann, werden auf der CD umrahmt von vier Stücken Schunckes für Klavier zu vier Händen.

Als Einleitung zu den Werken von J.J. Abert wurden zwei Lieder von Carl Eckert, dem Vorgänger Aberts als Stuttgarter Hofkapellmeister vorgetragen, ebenfalls präsentiert von den vorgenannten Künstlern. Einen weiteren Bezug brachte das "Albumblatt Es-Dur" von Richard Wagner, dem berühmten Zeitgenossen der Komponisten, in einer Bearbeitung für Violine und Klavier von Edmund Singer, dem Konzertmeister und Orchesterkollegen Aberts in der Stuttgarter Hofkapelle. Die Charakterisierung der damaligen Epoche wurde ergänzt durch drei der "Ungarischen Tänze" von Johannes Brahms - mit dem Abert mehrfach bei Aufführungen in Stuttgart zusammenarbeite - in einer Version für Violine und Klavier von Paul Klengel, einem Nachfolger Aberts als Hofkapellmeister. Die beiden Instrumentalwerke wurden mit besonderem Beifall der Zuhörer ausgezeichnet. Danach erklangen, ebenfalls vorgetragen von den vorgenannten Künstlern, sechs Lieder von Abert, die 1879 bei dem renommierten Musikverlag Breitkopf & Härtel erschienen waren, welche aber z.T. früher entstanden sind. Es sind melodisch ansprechende und wirkungsvolle Konzertlieder mit anspruchsvollen Klavierbegleitungen, die zu den besten Werken Aberts zählen. Die meisten Instrumentalwerke dieser Vorstellung waren seit mehr als hundert Jahren zum ersten Mal wieder zu hören oder waren gar Stuttgarter Erstaufführungen.

Zusätzlich zu diesen Liedern und Werken für Violine und Klavier enthält die neue CD Aberts Streichquartett A-Dur, aufgenommen mit dem Stuttgarter Abert-Quartett. Abert hatte dieses Quartett als Kontrabassist seinem Kapellmeister Carl Eckert gewidmet, sein Kollege und Konzertmeister Edmund Singer besorgte 1862 die Uraufführung.

Die Moderation dieses Konzerts durch Joachim Draheim machte Appetit auf eine erlebnisreiche Begegnung mit dieser Musik aus dem 19. Jahrhundert. Das Booklet zur CD bietet viele ergänzende Informationen zu Komponisten und Künstlern in Deutsch und Englisch.
 

Die CD "Musik aus Stuttgart" - Kammermusik und Lieder von Ludwig Schuncke und Johann Joseph Abert, ARS Produktion 2007, Nr. 38 465 können Sie auch hier online bei der Johann-Joseph Abert Gesellschaft bestellen. Preis der CD 12.- € zuzüglich 3.- € für Porto und Verpackung.
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Magisterarbeit über J.J. Aberts Oper "Ekkehard"

Im März 2006 legte Natalia Nicklas, Berlin, an der Friedrich-Alexander-Universiät Erlangen-Nürnberg in der Philosophischen Fakultät bei Prof. Dr. Andreas Haug ihre Magisterarbeit vor mit dem Titel Johann Joseph Aberts Oper "Ekkehard" - der Versuch eines Ausgleichs zwischen Meyerbeer und Wagner. Dabei gelang es ihr, neue Aspekte und Zusammenhänge zu finden und darzustellen. Nicklas schreibt: "Seine Werke verfügen über ein eigenes Profil [...]." In der Oper Ekkehard zeige sich seine schöpferische Originalität in besonderer Weise.

Widmar Hader hatte der Studentin dieses Thema empfohlen und nun, Anfang des Jahres berichtete sie ihm, dass die gewonnenen Erkenntnisse sie bestärken, Aberts Werke einer umfangreicheren wissenschaftlichen Aufarbeitung zu unterziehen und ihm damit zu größerer Bekanntheit unter den Komponisten des 19. Jahrhunderts zu verhelfen. Diese Arbeit stellt einen äußerst verdienstvollen Beitrag zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts dar, insbesondere aber zur Abert-Forschung mit ihren erhellenden Analysen der musikalischen Gestaltung und dem gründlichen Vergleich der Berliner (Ur-)Fassung und der späteren Münchner Fassung des Ekkehard. (WH)

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Aufführung des Vorspiels von Aberts Oper "Ekkehard" am 13. April 2007
Im Rahmen der 30. Sudetendeutschen Musiktage 2007 erklingt im "Velodrom", einer Spielstätte des Theaters Regensburg, vorgenanntes Werk Aberts für großes Orchester unter der Leitung von Widmar Hader.
 
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